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Altstadt
Die historische Altstadt besteht im Wesentlichen aus vier Strassenzügen: Obergasse; Marktgasse mit einem Laubengang, Engelgasse und Pfluggasse. Die Bausubstanz geht zu einem grossen Teil auf Bauvorhaben aus dem 16. Jahrhundert zurück, als nach einem Stadtbrand (1567) die gesamte Stadt neu aufgebaut wurde. Prägend war vor allem die zweite Hälfte des 18. Jahrhundert, als Handelsherren innerhalb der ehemaligen Stadtmauern ihre schlossartigen Bauten erstellten. In dieser Zeit wurde auch die katholische (damals paritätische) Kirche erbaut. Schon damals dehnte sich die Stadt auch ausserhalb der Stadtmauern aus. Von dieser ist ein Teil sowie ein Stadttor erhalten geblieben.

Einzelobjekte in der Altstadt
Nr.
Objekt
Beschrieb
1
Haus zum Raben
Spätbarockes Stadtpalais (1763) Sowohl der charakteristische Rundgiebel wie auch der Mansardgiebel weisen auf den einheimischen Baumeister Johann Jakob Haltiner hin. Der herrschaftliche Bau weist im Inneren zahlreiche Malereien und Stuckaturen auf.
2
Placidus-Kapelle
Im Jahre 1648 erbaut. Geweiht dem Heiligen Placidus. Erbauer war der Fürstabt des Klosters St. Gallen. Die Kapelle diente in erster Linie dem Abt und den Konventualen, die im gegenüberliegenden Frauenhof abstiegen.
3
Frauenhof
Der Name geht zurück auf Kunigunde von Altstätten (gestorben 1476). Sie war die einzige Tochter des letzten „Edlen von Altstätten“. Ab 1486 im Besitz des Klosters St. Gallen. Bis 1798 diente der Bau als Amtssitz des äbtischen Obervogtes.
4
Prestegg
Zu Beginn des 16. Jahrhunderts Wohnsitz von Hans Vogler, dem Reformator des Rheintals. 1788 zu einer barocken Schlossanlage umgebaut. In der Beletage ist der mit dem antiken Götterhimmel ausgemalte Festsaal erhalten geblieben. Heute ist es ein Restaurant names Egg.
5
Engelplatz
Am dreiecksförmigen Engelplatz wurde bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts der Viehmarkt abgehalten. Deshalb befanden sich hier mehrere Gasthäuser. Das heutige Aussehen mit der auffallenden Giebelsilhouette erhielten die Häuser im 18. Jahrhundert.
6
Schnürle-Haus
Schnürle-Haus: In der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts herrschte unter den aufstrebenden Altstätter Handelshäusern ein Wettstreit um die schönsten und imponierendsten Häuser. Bemerkenswert sind die Höhe und der Rundgiebel.
7
Haus zum Engel
Der geschweifte Quergiebel gibt sich als Werk des Baumeisters Haltiner zu erkennen. Die geschweiften Quergiebel sind ein typisches Motiv der Altstätter Handelshäuser und verweisen auf ihren herrschaftlichen Anspruch.
8
Engelplatz
Das Untertor war einst ein Teil der ursprünglichen, mittelalterlichen Befestigungsanlage. Die ersten Erwähnungen der Stadttore finden sich 1420. Das heutige Aussehen erhielt das Untertor im 18. Jahrhundert, als der massive Bau aufgestockt wurde.
9
Reburg
1772 fand der Umbau zu einem Stadtpalais statt. Bauherr war Johann Jacob Custer, der einen blühenden Leinwand- und Seidenhandel betrieb. Die reichhaltigen Moosbrugger-Stuckaturen im Inneren zeugen von hoher Handwerkskunst.
10
Gschwend’sches Haus
Als Handels- und Wohnhaus im Auftrag von Gerichtsammann Kilian Gschwend 1755 erbaut. Es war das erste Privathaus, welches als reiner Steinbau erstellt wurde. Die Fassade wird abgeschlossen durch den ältesten Schweifgiebel der Stadt.
11
Haus zum Schwert:
Bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts im Besitz des Heilig-Geistspitals der Stadt St. Gallen. Hier war der Sitz des Ammanns, dem die Verwaltung der ausgedehnten Rheintaler Güter und Weinberge des Spitalamtes unterstellt war.
12
Haus zur Biene
Zusammen mit dem Nachbargebäude das älteste Haus der Häuserzeile. An der Fassade sind die baugeschichtlichen Etappen klar ablesbar. Das Erdgeschoss und das 1. Obergeschoss wurden unmittelbar nach dem Stadtbrand in der damals typischen Bohlenständer-Bauweise erstellt.

Einzelobjekte übriges Gemeindegebiet
Ausserhalb des Städtchens findet sich ebenfalls eine ganze Reihe bemerkenswerter Bauten: die reformierte Kirche (1906), ein historisierender Bau mit romanisch-gotischen Elementen, das Kapuzinerinnen Kloster Maria Hilf, die Forstkapelle auf dem Hügelzug südlich der Altstadt, die Burg Neu Altstätten (erbaut 1375) oberhalb von Lüchingen oder das spätbarocke Bauernhaus an der Feldstrasse in Lienz. Das Altstätter Berggebiet gehört gemäss Richtplan des Kantons St. Gallen zu den „Landschaften mit schützenswerter Bausubstanz“. Das zeigt, dass es zahlreiche historische Bauten gibt.

Quellenangabe: Die Seite "Altstätten" aus der Wikipedia Enzyklopädie. Bearbeitungsstand 2010-06-18T14:29:10Z UTC. URL: Die Autoren und Versionen Der Text ist unter der Lizenz GNU Free Documentation License und der Lizenzbestimmungen Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Unported verfügbar.


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