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Stadtbild und Bauwerke
Strassenplan von La Chaux-de-Fonds
Das Stadtbild von La Chaux-de-Fonds ist geprägt durch das strenge, zu Beginn des 19. Jahrhunderts in zwei Phasen angelegte Schachbrettmuster. Nach dem Dorfbrand von 1794 wurde Platz frei, um diesen modernen Stadtgrundriss nach Plänen von Moïse Perret-Gentil einzuführen. Die grossen Stadterweiterungen ab 1835 erfolgten nach einem genauen Plan des Architekten Charles-Henri Junod. Aus diesem Grund wurde La Chaux-de-Fonds neben Le Locle als einzige Schweizer Stadt eine Reissbrettstadt; das heisst, die Strassen verlaufen parallel und rechtwinklig. Die zentrale Achse bildet die breite Hauptstrasse Avenue Léopold Robert, die gemäss der Orientierung des Hochtals von Südwesten nach Nordosten ausgerichtet ist. Parallel dazu verlaufen mindestens 15 sekundäre Längsstrassen unterschiedlicher Länge. Senkrecht dazu und damit quer zur Talrichtung sind rund 20 Querstrassen orientiert, die an den Hängen zum Teil starke Steigungen aufweisen. Die Strassenzüge werden von Jugendstilhäusern und den typischen kubischen Mietshäusern aus dem 19. Jahrhundert sowie von zahlreichen modernen Industrie-, Gewerbe- und Geschäftsbauten sowie Wohnblöcken flankiert.
Grand Temple
Auf dem rechteckigen Rathausplatz (Place de l’Hôtel de Ville) befindet sich das Denkmal der Republik von 1910, eine Bronzearbeit von Charles L’Eplattenier. Der nüchterne Bau des Hôtel de Ville stammt von 1803. Die reformierte Kirche Grand Temple, die zwischen 1794 und 1796 entstand, zeigt einen ovalen Grundriss. Die Turmuhr des Grand Temple in La Chaux-de-Fonds war ab 1860 für lange Zeit Zeitbasis der Uhrenmetropole. Ihr Innenraum wurde 1921 nach einem Brand neu strukturiert. Die deutsche Kirche wurde 1853 und die reformierte Kirche Saint-Jean 1972 erbaut. Einige Häuser wurden von Le Corbusier entworfen, beispielsweise das «Maison Blanche» (1912) oder die «Villa Turque» (1917). Ein imposantes Bauwerk neueren Datums ist die 1992/94 erbaute «Espacité», ein 60 Meter hohes Bürohochhaus, in dem sich die Stadtverwaltung befindet; vom obersten Stockwerk aus kann das Panorama bewundert werden.
Neue Wohnquartiere entstanden seit den 1970er Jahren an erhöhten Lagen südlich des Stadtzentrums sowie an den Sonnenhängen von Pouillerel und Sombaille. Das Siedlungsgebiet von La Chaux-de-Fonds blieb aber bis heute kompakt. Es fand keine Zersiedelung statt, es gibt keine Vororte, und direkt an die Siedlungszone schliessen die ausgedehnten Wiesen und Weiden des Hochjuras an.
Für die Restaurierung und den Erhalt des architektonischen Wertes der schachbrettartig angelegten Bebauung im Rahmen der Sanierung des Stadtzentrums und der Jugendstilbauten erhielt die Stadt La Chaux-de-Fonds 1994 den Wakkerpreis. Ende Juni 2009 wurde La Chaux-de-Fonds – zusammen mit Le Locle – zum UNESCO-Welterbe erklärt.

Museen
In La Chaux-de-Fonds gibt es verschiedene bedeutende Museen:
- Musée International d'Horlogerie (Internationales Uhrenmuseum), in dem die Bedeutung der Zeitmessung und die Geschichte der Uhrmacherei dargestellt wird. Der unterirdische Bau wurde von 1971 bis 1973 erstellt.
- Musée des Beaux-Arts (Kunstmuseum) in einem neoklassizistischen Bau von 1926: Schweizer und Neuenburger Maler des 19. und 20. Jahrhunderts
- Musée d'histoire in einem Herrenhaus aus dem 19. Jahrhundert: Lokalgeschichte und Münzsammlung
- Musée d'histoire naturelle (Naturkundemuseum)
- Musée paysan et artisanale (Bauern- und Handwerksmuseum) in einem bemerkenswerten, von 1612 bis 1614 erbauten Bauernhaus im Stil der Neuenburger Jurahöfe

Kultur
Espacité, der Sitz der Stadtverwaltung
La Chaux-de-Fonds hat verschiedene kulturelle Einrichtungen zu bieten. Dazu gehören verschiedene Museen, der Konzertsaal, das Théâtre populaire romand (seit 1968), Bibliotheken, Kinos, eine Ludothek, das Centre d'Animation et de Rencontre und das Kultura Centro Esperantista (Esperanto-Kulturzentrum). Die Stadt besitzt auch einen Wildpark und ein Vivarium.

Sport
Mit dem Fussballclub FC La Chaux-de-Fonds (Schweizer Meister 1954, 1955, 1964) ist die Stadt derzeit in der Challenge League vertreten, der heutige Drittligist Étoile-Sporting La Chaux-de-Fonds wurde 1919 Schweizer Meister. Der Eishockeyclub HC La Chaux-de-Fonds (sechsfacher Schweizer Meister) spielt in der Nationalliga B. Die Sportanlagen mit dem Stade de la Charrière, Fussballplätzen, Tennisplätzen, Sportzentrum und Eishalle liegen überwiegend am nordöstlichen Rand der Stadt. Leicht erhöht südlich des Stadtzentrums befindet sich das Freibad.
Im Winter kann am Stadtrand am Hang des Pouillerel alpiner Skisport betrieben werden. Ein weiteres Skigebiet mit mehreren Skiliften befindet sich im Gebiet von Vue des Alpes und Tête de Ran. Die ausgedehnten Hochflächen der Umgebung von La Chaux-de-Fonds eignen sich für den Langlaufsport.
Vom 4. bis 11. Oktober 1998 fand in der Stadt die Fechtweltmeisterschaft statt.

Quellenangabe: Die Seite "La Chaux-de-Fonds" aus der Wikipedia Enzyklopädie. Bearbeitungsstand 2010-05-29T15:06:05Z UTC. URL: Die Autoren und Versionen Der Text ist unter der Lizenz GNU Free Documentation License und der Lizenzbestimmungen Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Unported verfügbar.


Besonderheiten

Eberhard & Co.
Girard-Perregaux
Stade de la Charrière
Étoile-Sporting La Chaux-de-Fonds
La Chaux-de-Fonds
Schweizerische Esperanto-Gesellschaft
HC La Chaux-de-Fonds
Les Eplatures
Turmuhr des Grand Temple in La Chaux-de-Fonds
Corum (Uhrenhersteller)
Fechtweltmeisterschaft 1998
FC La Chaux-de-Fonds
Ebel (Uhrenmarke)

HC La Chaux-de-Fonds




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